Mittwoch, 6. November 2024 | Gäste: Rike Scheffler (Lyriker*in und Performer*in), Prof. Dr. Sophie Witt (Literaturwissenschaftlerin)

Lyrik nach der Natur: „Climate-Fiction im Gedicht“

Climate-Fiction ist ein narratives Genre, das spekulativ und ökofuturistisch von möglichen Welten während und nach der Klimakatastrophe erzählt und dabei naturwissenschaftliche wie auch technologische Entwicklungen reflektiert. Es vereint die ganze Bandbreite zwischen zutiefst dystopischen bis hin zu utopischen Erzählungen. Die Erwartungen an die Climate-Fiction sind ob der drängenden ökopolitischen Herausforderungen der Gegenwart enorm gestiegen.

In den letzten Jahren sind im deutschsprachigen Raum zahlreiche konzeptuelle Lyrikveröffentlichungen erschienen – zumeist Langgedichte –, die sich an dieses Genre anlehnen oder es spielerisch überschreiten. Ist es also die Lyrik, die die nötigen utopischen Energien für die Herausforderungen der katastrophischen Zukunft bereitstellen kann? Kann Poesie als ein ‚Archiv‘ möglicher Zukünfte betrachtet werden, wie es der Poet Tim Holland formuliert? Welche Themen kennzeichnet lyrische Climate-Fiction der Gegenwart, z. B. indem sie Climate Engineering oder alternative Sorgebeziehungen thematisiert? Wie gattungsüberschreitend, narrativ oder multimodal muss diese Lyrik sein, um zu funktionieren? Und wie wichtig sind queerfeministische und postkoloniale Climate-Fiction-Utopien für die Welt von morgen?

Moderation:
Prof. Dr. Eckhard Schumacher (Literaturwissenschaftler, Greifswald, sowie Research Fellow des ERC-Projekts)

Gäste:
Rike Scheffler (Lyriker*in und Performer*in), Prof. Dr. Sophie Witt (Literaturwissenschaftlerin, Hamburg)

Eintritt: kostenlos

Weitere Informationen: hier
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Rahmen der Verantaltung: Poetry-Debates-Reihe des ERC-geförderten Projekts „Poetry in the Digital Age“ unter dem Titel „Lyrik nach der Natur“
Veranstalter:  ERC-Projekt „Poetry in the Digital Age“; Kuration: Antje Schmidt und Prof. Dr. Claudia Benthien