Freitag, 9. Oktober 2020 | 20:00 Uhr

Die lange Reise des Herrn K. – dokumentarisches inklusives Theaterstück von Peter Lanzoni

Foto: Irma Hegger
Foto: Irma Hegger

Während des 2. Weltkrieges verschleppten die Wehrmacht und die SS Millionen von Menschen ins ‚Deutsche Reich‘. Einer von ihnen ist der Vater von Herrn K.. Fünfzig Jahre später wird die Mauer des Schweigens gebrochen: Herr K. erfährt, dass sein leiblicher Vater bis zum Kriegsende Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter im Hitler-Deutschland war. Mit Geduld, Akribie und Besessenheit sucht er nach dem unbekannten Vater. Das Stück erzählt von den zerstörerischen psychischen Auswirkungen, die dieses Geheimnis auf Herrn K. und seine Familie bis heute hat.

Das Theaterstück basiert auf einer wahren Geschichte. Grundlage waren ausführliche Gespräche des Autors mit dem Zeitzeugen. Das Erlebte rund um die unklare und unerwünschte Herkunft ist eine wesentliche Ursache dafür, dass Herr K. und Menschen mit ähnlicher Geschichte tief traumatisiert sind.

In diesem inklusiven Projekt haben die Ensemble-Mitglieder zum Teil Erfahrung mit psychischen Krisen. Andere kommen aus Ländern, in denen Krieg und Gewalt herrscht(e) und das Thema der unbekannten oder unerwünschten Herkunft eine große Rolle spielt.

Buch und Regie: Peter Lanzoni, Regieassistenz: Katja Wiggers, Bühnenbild und Kostüme: Luise Czerwonatis, Ensemble: Abdulrhman Bghdadi, Verena Bittner, Kalle Dittmann, Rita Frömming, Carola Gärtner, Doris Köster, Heike Markowitz, Jeanette Mpho Mosala, Frank Richter, Heike Wandke, Bernd Wieben, Annette Zieren, Maribel Troncoso Zmorano, Ton/Stimme aus dem Off: Holger Löwenberg Fotos: Irma Hegger, Fotos während der Vorstellung: Originalfotos von Herrn K.

Produktion: crazyartists e. V., Förderer: Aktion Mensch, Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Kooperationspartner: Hamburgische Brücke, Die Fähre, Pestalozzi-Stiftung Hamburg

€ 12,-/erm. € 8,-